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Die Geschichte des Faustballspiels

Faustball ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Erste Darstellungen des Spiels reichen bis 1900 v. Chr. zurück. Ein konkretes Bildzeugnis liefert die Gedenkmünze des römischen Kaisers „Gordianus" aus dem Jahr 240 n. Chr. Laut Brockhaus wird das Spiel bereits von Plautus (3. Jh. v. Chr.) erwähnt. Im Lehrplan des Deutschen Turner Bundes, kurz DTB, wird sogar ausgesagt, dass Faustball zu den ältesten uns bekannten Spielen gehört.


Der Name „Faustball" tritt in der Geschichte eindeutig erstmals Ende des 19. Jahrhunderts auf. Als unbestrittener Erfinder des modernen Faustballspiels gilt der Münchner Turnlehrer Georg Heinrich Weber. Dieser veröffentlichte 1893 die ersten Regeln, nachdem er das Faustballspiel seit 1885 mit seinen Gymnasiasten erprobt hatte. Das erste Gesamt-Regelwerk des Faustballsports erschien im Jahre 1896, womit der Übergang vom Unterhaltungs- zum Wettkampfspiel gewährleistet war.

Laut der Zeitung „Faustball Sport" gab es 1995 etwa 41.300 gemeldete Faustballer. Betrachtet man allerdings die aktuellen Statistiken, ist leider festzustellen, dass sich die Zahl nahezu halbiert hat. Heute sind es insgesamt nur noch 26123. Der Verband, der in Deutschland die meisten Faustballer zählt, ist der Bayerische Turnspiel-Verband. Ihm gehören 166 Vereine aus ganz Bayern an.

 

Der Spielgedanke

Faustball ist ein Mannschaftsspiel, bei dem sich zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gegenüberstehen. Das Spielfeld ist in der Mitte durch eine Linie und in zwei Meter Höhe durch ein Netz oder ein Band bzw. eine Leine in zwei Hälften geteilt. Faustball ist sowohl eine Feld- als auch eine Hallensportart.

Die Grundidee des Spieles ist, den luftgefüllten 320-380 g schweren Hohlball so in der gegnerischen Spielhälfte zu platzieren, dass dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt oder möglichst schwer gemacht wird. Ein Spielgang wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler macht oder eine sonstige Spielunterbrechung vorliegt. Jeder Fehler einer Mannschaft wird der gegnerischen Mannschaft als Vorteil mit einem Gutball bewertet.

Während einer Spielhandlung darf der Ball nur einmal von demselben Spieler einer Mannschaft mit einer geschlossenen Faust oder mit einem Arm, bis ausschließlich der Schulter, berührt werden. Der Ball darf während einer solchen Spielhandlung insgesamt dreimal berührt werden, allerdings nur von drei verschiedenen Spielern. Der Ball darf vor jeder Berührung einmal auf dem Boden aufspringen. Die Spielzeit beträgt am Feld 2 x 15 min, bei Länderspielen 2 x 20 min; bei Unentschieden kann um 2 x 5 min verlängert werden. Die Spielzeit in der Halle beträgt 2 x 10 min. In Deutschland wird in der Halle nicht mehr nach Zeit, sondern nach Sätzen bis 20 Punkte gespielt bei 2 Gewinnsätzen.